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Hochgrebe übernimmt den Vorsitz im Verwaltungsrat der GGL und leitet die Vorbereitungen auf die erste große Evaluierung des GlüStV 2021 ein

Petra Klein · Jul 12, 2026

Hochgrebe übernimmt den Vorsitz im Verwaltungsrat der GGL und leitet die Vorbereitungen auf die erste große Evaluierung des GlüStV 2021 ein

Christian Hochgrebe bei der Übernahme des Vorsitzes in der GGL-Verwaltung

Am 1. Juli 2026 übernahm Christian Hochgrebe turnusmäßig den Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), wobei das jährliche Rotationsprinzip unter den Bundesländern den Wechsel regelt und Hochgrebe damit die Leitung der Behörde für die kommende Periode übernimmt, während die GGL gleichzeitig die Vorbereitungen für die erste umfassende gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 intensiviert.

Diese turnusmäßige Übergabe erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Behörde die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des GlüStV 2021 abschließen muss, die bis spätestens 31. Dezember 2026 vorliegen soll und die Wirksamkeit des Vertrags in den Bereichen Spielerschutz, Kanalisierung der Nachfrage in den legalen Markt sowie Bekämpfung des illegalen Glücksspiels bewertet.

Der turnusmäßige Wechsel im Verwaltungsrat der GGL

Das Rotationssystem unter den Bundesländern sorgt dafür, dass der Vorsitz im Verwaltungsrat der GGL jährlich wechselt und jedes Land in regelmäßigen Abständen die Leitung übernimmt, wobei Hochgrebe nun die Verantwortung trägt und die Arbeit der Behörde in einer Phase koordiniert, die durch die anstehende Evaluierung geprägt ist.

Die GGL als zentrale Aufsichtsbehörde für das Glücksspiel in Deutschland bündelt die Aufgaben der Länder und sorgt für eine einheitliche Umsetzung des GlüStV 2021, während Hochgrebe als neuer Vorsitzender die internen Prozesse steuert und die Zusammenarbeit mit den einzelnen Bundesländern organisiert.

Vorbereitung auf die erste gesetzliche Evaluierung des GlüStV 2021

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 sieht vor, dass die Vertragsstaaten spätestens bis zum 31. Dezember 2026 eine umfassende Bewertung der Regelungen vorlegen, wobei die GGL die Daten aus den Bereichen Spielerschutz, Marktkanalisierung und Bekämpfung illegaler Angebote zusammenführt und analysiert, bevor die Ergebnisse den Landesregierungen zur weiteren Entscheidung vorgelegt werden.

Die Evaluierung erfasst quantitative und qualitative Indikatoren, die Aufschluss über die Erreichung der Vertragsziele geben, und die Behörde unter Hochgrebe sammelt hierfür Berichte aus den Ländern, statistische Auswertungen sowie Erkenntnisse aus der Aufsichtspraxis, um eine fundierte Grundlage für mögliche Anpassungen zu schaffen.

Vorbereitungen der GGL auf die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags

Die ersten Arbeitsschritte umfassen die Zusammenstellung von Erhebungen zu Spielerschutzmaßnahmen, die Analyse von Lizenzvergaben und die Bewertung von Maßnahmen gegen nicht erlaubte Angebote, wobei die GGL auf bestehende Meldesysteme und Überwachungsmechanismen zurückgreift, die seit Inkrafttreten des Vertrags aufgebaut wurden.

Aufgaben und Zuständigkeiten unter dem neuen Vorsitz

Hochgrebe führt den Verwaltungsrat, der die strategische Ausrichtung der Behörde bestimmt und die operativen Entscheidungen überwacht, während die tägliche Arbeit der GGL weiterhin durch die Fachabteilungen in Halle an der Saale geleitet wird, die für Lizenzierung, Aufsicht und Spielerschutz verantwortlich sind.

Die Behörde koordiniert zudem die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Aufsichtsstellen und tauscht Erkenntnisse über grenzüberschreitende Angebote aus, wobei die anstehende Evaluierung auch internationale Vergleichsdaten einbezieht, die von Institutionen wie der European Gaming and Betting Association oder Studien der University of Sydney bereitgestellt werden.

Ausblick auf die nächsten Monate bis Dezember 2026

Bis zur Abgabe des Evaluierungsberichts bleibt der GGL ein Zeitfenster von sechs Monaten, in dem Hochgrebe den Prozess der Datensammlung und Analyse begleitet und sicherstellt, dass alle Bundesländer ihre Beiträge fristgerecht liefern, damit der Bericht termingerecht fertiggestellt werden kann.

Die Ergebnisse der Prüfung sollen als Grundlage für mögliche Nachbesserungen am GlüStV 2021 dienen, wobei die GGL die fachliche Expertise für die Bewertung der einzelnen Regelungsbereiche bereitstellt und die politische Entscheidung den Landesparlamenten überlässt.

Conclusion

Der Wechsel an der Spitze der GGL fällt damit mit einer der zentralen Prüfphasen des deutschen Glücksspielrechts zusammen, und die Behörde unter Hochgrebe konzentriert sich in den kommenden Monaten darauf, die gesetzlich geforderte Evaluierung des GlüStV 2021 termingerecht und auf der Grundlage belastbarer Daten abzuschließen.